Der Schwarze Salon | Ein Netzwerk im Dunkel der Kunst

logoEs war irgendwann in einem doch schon recht kalten Monat vor zwei Jahren, als mich mein geschätzter Kollege Benjamin Schmidt aus Berlin, mit dem ich das SDL-Leseprogramm unterhalte, fragte, ob ich nicht Lust hätte, eine Lesung in München fotografisch zu begleiten. Nun ist es ja nicht immer spannend, eine Lesung also solche zu fotografieren. Du hältst das Auge an den Sucher, wartest auf drei, vier „richtige Momente“ verstärkst den Druck des Daumens auf den Auslöser und fertig ist die Foto-Serie… Die Texte von Schmidt kannte ich bereits, es wäre also NUR ein Freundschaftsdienst gewesen.
Das große Aber dieser Einleitung ist, dass es sich einerseits nicht um eine gewöhnliche Lesung handelte und andererseits aus dem Ganzen etwas hervorging, das vielleicht etwas Großes wird.

Ich sagte zu, denn kostenlos nach München zu fahren bekommt man nicht alle Tage geboten. Auch nicht, Bilder einer Lesung in einem Swinger-Club zu machen. Und schon gar nicht, einen der Stars der schwarzen Szene zu treffen, der mit seiner Band Umbra et Image Gothic-Rock Geschichte geschrieben, und die SM Szene maßgeblich musikalisch aus ihren Kellern geholt hat.

Kurzum: Eine erotisch, lyrische Lesung mit Mozart und Benjamin Schmidt in einem Swinger-Club bei München, mit anschließender Übernachtung im Hotel, alles bezahlt, alles für ein paar Bilder, alles kein Probelm. Natürlich sagte ich zu!

Der Tag kam, die Lesung damit also auch und das literarische Vergnügen im sonst eher anders genutzen Raume nahm seinen Lauf, es wurde gelesen, getrunken, gefummelt, irgendwo hinten, in den tieferen Gefilden des Clubs heulte immer mal wieder lustvoll eine Männerstimme auf, alles passte quasi zueinander und zusammen, der Abend verging und die Herren Literaten und die Damen Begeliterinnen verließen den Club in Richtung Hotel.

Dort versammelte man sich zu Vodka, Bier und Diversem, um im Gespräch zunächst den Abend auszuwerten und anschließend, in den schon weit fortgeschrittenen Stunden der dunklen Nacht, über die Schwarze Szene und ihre Kunst und Künstler zu sprechen.

Die Idee zu einem Netzwerk kam auf und der Umbra Frontmann Mozart warf einen Namen in den Raum, der ihm, wie er sagte, seit langem als Projekt im Kopf herumgeisterte: Der Schwarze Salon. […]

Das gesamte Interview: in unserer Printausgabe Nr. 1 vom September 2016.
Verfasser:
M. Kruppe.

Zur Website des Schwarzen Salons: bitte hier entlang.