Benjamin Schmidt „Kreativität als Droge“ [Interview Teil 2] | Outscapes #8

[Interview Teil 1 ist in Druckversion im Magazin für alternative (Genuss)Kultur „Outscapes“- Ausgabe #8 erschienen. In diesem Zusammenhang verweisen wir gern auf sein aktuelles in der „Edition Outbird“ erschienenes Buch „Fick die Musen“ in unserem Onlinestore (siehe auch nachfolgendes Coverfoto).]

„… Für Jenny habe ich lediglich das Grafikdesign für ihr wundervolles „Seroquälmärchen“ übernommen. Ich liebe wirklich alles, was sie schreibt und in Zukunft wird es sicher noch die eine oder andere Überschneidung unserer Arbeit geben, weil es einfach eine Herzensangelegenheit ist.

Seit vielen Jahren schon bist Du mit M. Kruppe freundschaftlich und als Autoren- und Tourkollegen verbunden. Die letzte „Sex & Drugs & LiteraTOUR“ ist nun aber schon eine ganze Weile her. Wann gibt´s eine Neuauflage?

Ja, M.Kruppe und mich verbindet eine sehr innige Freundschaft und natürlich bewundere ich ihn auch für seine Texte, die kein anderer so schreiben könnte – davon bin ich überzeugt. Ich trinke oft nach einem Solo-Auftritt den ersten Schnaps auf ihn, aber das habe ich ihm nie erzählt. Die SDL-Touren sind deshalb immer etwas Besonderes für mich und auch in diesem Jahr soll es einige Auftritte geben. Dazu kann ich aber derzeit noch nicht viel verraten.

Leider habt Ihr beim damaligen Tourtermin in Gera die Erfahrung machen müssen, wie ein Veranstalter ganz und gar nicht ticken sollte. Einer Deiner Texte greift das Desaster auf. Was war passiert und was sollte ein Veranstalter unbedingt tun und unbedingt vermeiden?

Haha, nicht nur in Gera. Es gibt hier und da immer mal wieder Probleme, wenn Veranstalter glauben, es wäre die Aufgabe des Künstlers, Werbung zu machen. Meistens ist das Desaster vorprogrammiert, wenn Veranstalter nicht an ihre Veranstaltungen glauben, dann sollten sie diese nicht annehmen. Es ist scheiße, als Künstler irgendwo zu Gast zu sein und dann nicht wie ein Gast behandelt zu werden, sondern wie ein Störelement. Es gibt aber auch wahnsinnig sorgsame und engagierte Veranstalter, was wir auch schon sehr oft erleben durften. Ein fairer Deal und Höflichkeit sind eigentlich schon mal gute Voraussetzungen und wenn es mal nicht so läuft, trotz aller Bemühungen – dann Offenheit und der Wunsch für beide Parteien einen annehmbaren Kompromiss zu finden.

Was wird in naher Zukunft von Dir zu erwarten sein? Und was magst Du Deiner und unserer Leserschaft mit auf den Weg geben?

Oh je – es gibt so viele Projekte, die in Aussicht zu stellen noch etwas gewagt wären. Das Kunstprojekt mit Franziska Appel liegt aber in greifbarer Zukunft, dazu soll es auch mehrere Lesungen und Ausstellungen geben. Mein Fantasy-Roman wartet auch schon ungeduldig auf Fertigstellung, sowie das ein oder andere musikalische Projekt – sehr spannend also!

Zum Schluss würde ich meinen Lesern gerne mein neues Buch mit auf den Weg geben in der Hoffnung, ihnen damit ein nachhaltiges Lesevergnügen zu schenken – und auch von ganzem Herzen im Interview genannte Künstler empfehlen: Leo Rumerstorfer, Jennifer Sonntag, Franziska Appel, M.Kruppe…

Benjamin, wir danken Dir für dieses Gespräch.

Ich habe zu danken. Haut rein!“

Das Interview führte Tristan Rosenkranz. Teil 1 des Interviews und vieles mehr finden Sie im „Outscapes“-Magazin #8 [Edition Outbird]. Bildnachweis: Nightqueen.
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