„Was mich an Tätowierungen faszinierte, war vermutlich die Aura des Unangepassten und Rebellischen.“ – Dirk-Boris Rödel im Interview zu „Liber Thanatamor“

Dirk-Boris Rödel, 1969er Baujahr, ist eine illustre Persönlichkeit. Als jahrelanger Chefredakteur des TätowierMagazins und profunder Kenner der japanischen Tätowierkunst ist er tief in der Tätowierszene verankert und veröffentlichte mehrere Fachbücher. Er praktiziert als Hexer, stellt in Handarbeit Amulette her, ist Dudelsackspieler und Whiskyliebhaber und hat nun unlängst seinen magischen Erzählband „Liber Thanatamor“ bei Edition Outbird veröffentlicht.

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Hallo Dirk-Boris, schön, Dich zum Interview begrüßen zu können. Du bist in Deiner Tätigkeit als Redakteur und Kulturwissenschaftler weit gereist, hast Fachbücher zur japanischen Tätowierkunst veröffentlicht und warst Chefredakteur des TätowierMagazins. Wenn man Deine Verbundenheit zur Tätowierkunst sieht, stellt sich unweigerlich die Frage, was Dich so früh in Deinem Leben dafür begeistert hat.

Was mich genau an Tätowierungen faszinierte, kann ich gar nicht so genau sagen. Vermutlich war es die Aura des Unangepassten und Rebellischen, Aufmüpfigen. Die ersten Tattoos, die ich bewusst zur Kenntnis genommen hatte, waren die der Mitglieder einer Motorradrocker-Gang aus meinem Heimatort, »Ghost on Wheels«, oder etwas später auch die Tätowierungen der australischen Hardrock-Band »Rose Tattoo«. Meine erste Tätowierung ließ ich mir denn auch im Hinterzimmer einer Rockerkneipe stechen. Für mich war die Verbindung zwischen Tattoos und der Rockerszene immer sehr spannend.

Hing Deine Entscheidung, neben Kulturwissenschaft auch Japanologie zu studieren, mit Deinem Interesse an der Tätowierkunst zusammen? Letzten Endes hat das Interesse für Tattoos ja dann auch Deine Berufswahl geprägt…

Das Interesse für Japan entstand eigentlich zunächst aus meiner Begeisterung für Kampfkunst heraus. Ich betrieb als Jugendlicher Karate und Taekwondo, mit 19 begann ich dann Ninjutsu zu erlernen und reiste dafür Ende der 80er Jahre mehrmals nach Japan, wo ich von Dr. Masaaki Hatsumi, dem 36. Großmeister des Togakure Ryu Ninjutsu, meinen Schwarzgurt verliehen bekam. Während einer dieser Trainingsreisen stieß ich mehr durch Zufall darauf, dass es in Japan eine traditionelle Tätowierkunst gab, über die im Westen zu dieser Zeit praktisch nichts bekannt war.

Als ich dann kurz darauf begann, Japanologie zu studieren und einen einjährigen Studienaufenthalt an der Doshisha Universität in Kyoto absolvierte, nutzte ich das Studienjahr, um Recherchen zu meiner Magisterarbeit im Fach Japanologie über die Entwicklung der japanischen Tätowierkunst durchzuführen. Ich hatte dazu zahlreiche traditionell arbeitende Tätowiermeister in Yokohama, Osaka und Tokyo besucht und viele von ihnen erstmals interviewt sowie Bibliotheken nach den spärlichen Informationen über diese traditionelle japanische Volkskunst durchforstet. Die Magisterarbeit wurde später unter dem Titel »Alles über japanische Tätowierungen« beim Arun-Verlag veröffentlicht.

Als ich dann 1995 aus Japan zurück kam, bot ich dem damals gerade eben gegründeten TätowierMagazin an, einen Artikel über diese Tätowiertradition zu schreiben. 
Die Redaktion war natürlich froh, dass ich aus diesem Bereich fundierte Informationen beisteuern konnte, und relativ rasch weitete ich mein Betätigungsfeld aus und berichtete im TätowierMagazin in Folge auch über verschiedene Tattoo-Messen, Tätowierkünstler und historische Aspekte der westlichen Tätowierkultur. 
Im Jahr 1999, noch bevor ich meine Magisterarbeit beendet hatte, wurde ich Redakteur beim TätowierMagazin, und bereits anderthalb Jahre später Chefredakteur. Insgesamt war ich 18 Jahre lang im Huber-Verlag angestellt. Vor zweieinhalb Jahren verließ ich den Verlag, bin aber weiterhin, wie zu Anfang, als freier Mitarbeiter für das TätowierMagazin, aber auch für andere internationale Tattoo-Zeitschriften wie das britische Total Tattoo oder das italienische Tattoo Life tätig und moderiere Tattoo-Conventions im In- und Ausland.

Als Redakteur und späterer Chefredakteur konntest Du ja schon an so einigen Lebensstationen teilhaben. Wieviel Einfluss hatte und hat diese Arbeit auf Dein Leben, welche Möglichkeiten eröffneten sich Dir dadurch?

Die Arbeit beim TätowierMagazin ermöglichte es mir, viel zu reisen, so besuchte ich beispielsweise jährlich die Tattoo-Conventions in Barcelona oder auch Edinburgh und wurde mehrmals als Preisrichter zur renommierten Tattoo-Messe in Shanghai eingeladen. 
Und die Arbeit beim TätowierMagazin brachte mich auch oftmals in die glückliche Situation, Helden meiner Jugend treffen zu können.

Doktor Mark Benecke interviewte Dich vor einigen Jahren, Du wiederum trafst im Laufe Deines Lebens immer wieder auch mit einigen Schwergewichten der Musik- und Rockerszene zusammen.

Mit Mark bin ich seit vielen Jahren gut befreundet, er ist eine der vielen faszinierenden Persönlichkeiten, die ich durch meine Arbeit beim TätowierMagazin kennen lernen durfte. Ich führte beispielsweise aber auch Interviews mit Angry Anderson und Pete Wells, dem Sänger und dem Bassisten der legendären australischen Rockband »Rose Tattoo«, die ich ja schon erwähnt hatte und die mit ihren Tätowierungen bei mir bereits im Teenageralter die Begeisterung für diese Kunst geweckt hatten, oder auch mit Steve Harris, Gründer und Bassist von »Iron Maiden«, die ich schon als Mofa-Rocker mit 15 Jahren vergöttert hatte. Von Motörhead-Frontmann Lemmy ließ ich mir nach einem Konzert in Stuttgart backstage das Porträt signieren, das ich als Tattoo auf der Wade trage, und habe nun unter seinem tätowierten Porträt auch Lemmys tätowiertes Autogramm. Auf einer Tattoo-Convention in Edinburgh traf ich Queen-Schlagzeuger Roger-Taylor, den ich beinahe gar nicht erkannt hätte, erst meine Fotografin machte mich auf ihn aufmerksam. 
Für die ebenfalls beim Huber-Verlag erscheinende Rocker-Zeitschrift »Bikers News« konnte ich vor ungefähr 17 Jahren ein Interview mit Sonny Barger führen, dem legendären Mitglied der Hells Angels, der damals gerade seine Biografie veröffentlicht hatte; eine interessante Persönlichkeit, denn Barger war derjenige, der ab den späten 50er Jahren die Hells Angels zu einem der weltweit größten Rockerclubs aufbaute.

Wie kommen solche Begegnungen zustande, wie kann man sich diese Gespräche vorstellen? Gerade Dein Interview mit Sonny Barger im Zuge seiner damals veröffentlichten Biographie wurde ja von Mitgliedern der Hells Angels flankiert. Oder Lemmy – sind solche Musikgrößen „leichte“ Interviewpartner oder muss man sich da auf die ein oder andere Herausforderung einstellen?

Zum größten Teil waren das einfach ganz normale Interviewsituationen. Es war ja auch für das TätowierMagazin sehr interessant, wenn Rockstars über ihre Tattoo-Erfahrungen sprachen, und natürlich hatten gerade Leute wie Pete Wells und Angry Anderson da viel zu erzählen und zu zeigen. Bei Steve Harris, das gebe ich zu, hatte ich eine Ausnahme gemacht; seine Tattoos waren lausig und kaum noch zu erkennen, da hatte ich einfach meine Stellung als Chefredakteur einer Tattoo-Zeitschrift ausgenutzt, um einen Helden meiner Jugend zu treffen, obwohl ich wusste, dass seine Tattoos völliger Schrott waren, das ignorierte ich da einfach. Dennoch hatte er sehr kurzweilige Geschichten und Anekdoten zu erzählen, die das Ganze wieder auffingen. Rockstars haben sich immer sehr gefreut, wenn jemand sie mal nicht nach ihrem letzten Album oder ihrem Tourneen befragten, oft habe ich gehört, dass ich der erste sei, der sie auch mal nach ihren Tätowierungen gefragt hätte.

Eines Deiner prägendsten Studienfächer an der Uni Tübingen war Empirische Kulturwissenschaft, Zitat der Uni zum Profil: „Empirische Kulturwissenschaft untersucht Phänomene der Alltagskultur in gegenwartsbezogener und historischer Perspektive. Beide Sichtweisen dienen dazu, die kulturelle Ordnung und Dynamik moderner Gesellschaften zu analysieren und zu interpretieren.“ Und in der Praxis, wie beeinflusste dieses Studienfach Deinen Weg? Und was beeinflusste Dich außerdem? Du bist praktizierender Hexer, stellst Amulette her, beispielsweise aus Materialien wie Mooreiche, Geweih, Bernstein, Mammutelfenbein oder auch mal Flusskiesel.

Während ich mein Wissen und meine Kenntnisse aus meinem Studium der Japanologie heute kaum noch einsetzen kann, verfolge ich einen Bereich aus meinem zweiten Studienhauptfach, der Empirischen Kulturwissenschaft, auch heute noch. Im Fach EKW beschäftigte ich mich insbesondere mit den volkskundlichen Aspekten von Magie, Hexenkunst und Zauberei und habe bedingt durch dieses Studienfach einen weniger esoterischen, sondern mehr akademisch geprägten Blick auf Magie und ähnliche Grenzbereiche.

Wie funktionieren Schamanismus und Hexerei, wie kann man die Wirkung von Amuletten und Magie beschreiben?

Mich beschäftigte immer schon diese Frage, warum Praktiken, die nach allgemeiner Einschätzung in unserer Gesellschaft als wirkungslos oder unsinnig erachtet werden, sich in auffällig ähnlicher Weise über Jahrtausende hinweg bei nahezu allen Kulturen der Erde erhalten haben. Daher untersuchte ich, ob und wenn ja wie Magie funktioniert und konnte dazu im Laufe der Jahre interessante Beobachtungen und Erkenntnisse sammeln. Ich konnte erkennen, auf welche Art magische Praktiken und Rituale tatsächlich funktionieren und wirken, auch wenn sich meine Auffassung von Zauberei grundlegend von der Vorstellung unterscheidet, wie man sie beispielsweise bei Harry Potter findet. Mittelalterliche Segens- und Zaubersprüche, Amulette oder magische Symbole sind tatsächlich unter bestimmten Voraussetzungen wirksam und können durchaus erstaunliche Effekte haben, jedoch hat die Wirkung keine paranormalen, übersinnlichen oder außerweltlichen Ursachen, sondern liegt zum größten Teil in psychologischen, kulturellen und sozialen Zusammenhängen begründet. Insofern könnte man »meine« Art der Hexerei auch als »rationale Magie« bezeichnen, da sich deren Wirkung völlig rational und nachvollziehbar erklären lässt, ohne auf nicht-wissenschaftliche, paranormale Hilfskonstrukte zurückgreifen zu müssen. 
Auch die Seite des modernen Hexentums, die sich weniger mit magischen Praktiken befasst sondern bei der es eher um Selbsterkenntnis und auch Selbstbewusstwerdung geht, interessiert mich sehr, vor allem da ich darin interessanterweise sehr viele Parallelen ausgerechnet zur antiken Philosophie-Schule der Stoiker wie Epiktet, Seneca und Marc Aurel erkenne. 
In beiden Bereichen, sowohl in der praktischen Magie wie auch bei der mehr auf die eigene Entwicklung bezogenen Aspekte moderner Hexenkultur, macht es mir Spaß, aufzuzeigen, dass man echte Wirkungen und Ergebnisse aus alten Überlieferungen, Praktiken und Ritualen ziehen kann.

Wie kann man als Außenstehender die Unterschiede erkennen, die ohne Zweifel zwischen der magischen Arbeit von Schamanen und Hexe(r)n einerseits und der Scharlatanerie und all den selbsternannten Gurus in der Esoterik liegen?

Im Zweifelsfall mit gesundem Menschenverstand. Ich sehe das allerdings nicht als meine Aufgabe an, das für andere auseinander zu dividieren, und hab da auch keinerlei missionarischen Eifer, Menschen vor falschen Propheten zu bewahren. Ich mach meins und habe meine Ansichten und Ideen zu Magie, und wenn jemand sich dafür interessiert, wird er sich an mich wenden und dann erkläre ich das auch gern. Wenn es keinen interessiert, ist es mir auch recht. Aber ich fühle nicht mal im Ansatz das Bedürfnis, mich an diesen Glaubenskriegen zu beteiligen, die da teilweise stattfinden, und da als Aufklärer tätig zu werden. Das ist nicht meine Baustelle; also wenn jemand tausend Euro für einen obskuren Wasser-Energetisierer bezahlen möchte, darf er das von mir aus gern tun.

Stichwort „Magie“: Sind die Texte in Deinem unlängst erschienenen und vom fantastischen Holger Much gestalteten Erzählband „Liber Thanatamor“ über die Jahre, quasi begleitend zu Deiner Arbeit als Hexer, entstanden oder entstand das Manuskript im Zuge einiger abgeschotteter Wochen schriftstellerischer Arbeit?

Die Entstehung der Geschichten und Texte ist ganz heterogen. Texte wie »Die Hexe« oder auch der titelgebende Text »Liber Thanatamor – Das Buch von Tod und Liebe« aus dem Kapitel »Visionen« entstanden tatsächlich auch genau so – wie eine Vision. Sie geben zwar auf sehr vielen Ebenen meine Auffassung von Magie wieder, aber ich habe mir diese Texte nicht aktiv ausgedacht, sie waren einfach irgendwann in meinem Kopf, haben sich irgendwann durch verschiedenste Einflüsse, Ideen, Überlegungen und Erkenntnisse plötzlich zu einem Text verdichtet, den ich nur noch aufschreiben musste. Auch in anderen Texten spiegelt sich meine Vorstellung von Magie wieder, in »Der Waldmann und die Vogelscheuche« geht es beispielsweise um Naturverbundenheit, die für mich untrennbar mit Magie zusammen hängt. »Die schwarze Göttin vom Moor« ist stark beeinflusst von einer neolithischen Göttinnenstatue im National Museum of Edinburgh, eine unglaublich ausdrucksstarke Figur, die mich völlig fasziniert und die ich jedesmal besuche, wenn ich in Schottland bin. »Gjöll« behandelt eine Schlüsselstelle aus dem Nibelungenlied, das mich schon als Kind faszinierte, und in dieser Geschichte stelle ich die Überlegung an, inwieweit die Urheber dieser Erzählung bei der Stelle, an der die Burgunder mit einer Fähre über die Donau übersetzen, ganz archaische Vorstellungen von einem Fährmann über den Totenfluss als Vorbild gehabt haben könnten. Das ist eine Stelle im ansonsten sehr christlich geprägten Nibelungenlied, an dem plötzlich ganz deutlich alte, heidnische Fragmente durchschimmerrn, und das wollte ich mit dieser Geschichte deutlicher heraus stellen. »Erlkönigs Tochter« ist ganz einfach eine moderne Interpretation der Ballade von Johann Gottfried von Herder (nicht der von Goethe), da hab ich noch nicht mal den Titel geändert. »Die Kekshexe« ist eine tiefe Verneigung vor Otfried Preußler, dessen »kleine Hexe« da natürlich Pate stand. Preußlers Interesse für Übernatürliches und die Anderswelt kommt ja in seinen Kinderbüchern wie »Die kleine Hexe«, «Das kleine Gespenst« oder »Der kleine Wassermann« sehr deutlich zum Ausdruck, und sein Magnum Opus, »Krabat«, ist wahrscheinlich mit das Beste zum Thema Magie, was man lesen kann (man darf nur auf gar keinen Fall den entsetzlich miserablen Film ansehen). Seine Bücher haben mich sehr geprägt. Die Idee zur »Moppelfee«, einem dicklichen Kobold mit Berliner Dialekt, der als Fee Sozialstunden ableisten muss, hatte ich schließlich ganz einfach, als ich vor einer Zugfahrt nach Berlin am Bahnhof eine Postkarte mit einem pummeligen Einhorn sah.

Was macht Dein Buch so besonders, was macht es aus, wodurch hebt es sich vom weitreichenden Markt der Fantastik ab?

Das weiß ich gar nicht, darüber mache ich mir eigentlich auch gar keine Gedanken. Ich schreibe einfach, was mir in den Sinn kommt, es gibt da keinen Filter und auch keinen Plan, nichts wo ich mich bewusst einreihen, und nichts, wovon ich mich absichtlich abgrenzen möchte.

Letzte Frage: Wie wird man offizieller Dudelsackspieler der schottischen Clan MacGregor Society und was macht diese Gesellschaft aus?

Die Clan MacGregor Society ist eine Gesellschaft, die sich die Dokumentation der Geschichte des Clan MacGregor zur Aufgabe gemacht hat. Der berühmteste Vertreter des Clans war Rob Roy MacGregor, der »schottische Robin Hood«, den man ja auch aus dem Film mit Liam Neeson kennt. Die Clan MacGregor Society wurde 1822 gegründet und hält alljährlich ein Clantreffen im kleinen Örtchen Kilin im Stammland der MacGregors ab, zu dem MacGregors oder andere Angehörige des Clans aus der ganzen Welt anreisen; vor einigen Jahren nahm zum Beispiel auch die Mutter des Schauspielers Ewan McGregor an einem dieser Treffen teil. Als vor einigen Jahren der bisherige Clan-Piper verstarb, ergab es der Zufall, dass Mitglieder der Society mich baten, diese Aufgabe zu übernehmen, denn die Zugehörigkeit zum Clan und die Tätigkeit für die Society bedarf keiner Blutsverwandtschaft. Das ist natürlich schon eine enorme Ehre, und wenn ich dann am Sonntag des Clantreffens nach dem Gottesdienst in strömendem Regen am Grab von Rob Roy spiele, bekomme ich selber Gänsehaut. Das ist ein Erlebnis, das man mit keinem Geld der Welt bezahlen kann.

Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Tristan Rosenkranz.

Bildnachweise: Tobias Kircher, Edition Outbird
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