Vom ewigen Neulandhunger | M. Kruppe

Spätestens mit unserem ersten „Edition Outbird„-Buch „Von Sein und Zeit“ wurde uns bewusst, dass bis jetzt noch kein Interview mit einem der treibenden Energien hinter dem „Outbird„-Netzwerk, M. Kruppe, vorliegt. Weshalb dem hier und jetzt abgeholfen und mit Antworten zu seiner Intention und seinem Antrieb hinter und für „Outbird“ begegnet wird. Und wer ganz nebenbei unseren „YouTube“-Kanal abonnieren möchte: herzlich willkommen!

Wir wünschen viel Vergnügen und eine aufschlussreiche Videoschau.

M. Kruppe „Ein Abend im Frühling“

Die Idee zum jüngst (nebst unserer Printmagazine) im Eigenverlag „Edition Outbird“ erschienenen Buch „Von Sein und Zeit“ des Pößnecker Autoren und (Literatur)Veranstalters M. Kruppe sowie des Saalfelder Künstlers Stefan Jüttner erwuchs aus langen Vorplanungen M. Kruppes zu seinem nächsten Manuskript. Entstanden ist anstelle des bisher unveröffentlichten „Vom Kaff der guten Hoffnungen“ das erste Buch unter unserem Eigenlabel, und damit ein kleines, feines Konvolut mit naturalistischen, philosophischen, ebenso nachdenklichen und emotionalen wie auch gelösten Texten, die in ihrer Skepsis und stoischen Lebensbejahung zwangsläufig eine Einheit mit Stefan Jüttners surrealistisch zeitlosen, morbide suchenden oder einfach nur stillstehenden Arbeiten eingehen musste.

Einen Einblick erhalten Interessenten dieses kleinen Leseschatzes mit vorliegendem Video, in dem M. Kruppe mit „Ein Abend im Frühling“ einen seiner gelungensten Texte vorträgt. Wir wünschen viel Vergnügen!

Mark Jischinski (adakia Verlag) | Literaturleidenschaft an Single Malt

markNach vielen Jahrens parallelen Lebens und Wirkens in unserer Geburtsstadt führen mich meine Wege mit dem Geraer Verleger und Autoren Mark Jischinski in einem Café in meinem Kiez zusammen. Die Folge: ein angeregtes Gespräch über Verlagserfahrungen, Einsichten in die Denkweise diverser Veranstalter wie auch Befindlichkeiten im Leben als Autor und Literaturnetzwerker.

Hallo Mark, schön Dich persönlich kennenzulernen. Welcher Teufel hat Dich geritten, vom Kolumnisten zum Buchautoren zu werden und dann auch noch den Sprung ins Verlagswesen zu wagen? Was war und ist Dein Antrieb dahinter?

Die pure Einsicht und Abbitte. Wenn man als Autor schon keinen Erfolg hat, will man den wenigstens als Verleger durch die Ergüsse der richtigen Autoren haben. Im Wege einer symbiotischen Verbindung mit jemandem, der es kann gewissermaßen. Und die Verlagsgründung ist die einzig logische Steigerungsform der eigenen Schwachsinnigkeit als Bibliomane. Wenn der Markt die perfekten Bücher nicht bieten kann, drucke ich die eben selbst und das auch noch mit unglaublich sympathischen Autoren, die ich alle sehr mag.

Du hast ja mittlerweile eine recht ansehnliche Liste an Veröffentlichungen vorrangig (ost)thüringischer Autoren. Nach welchen Kriterien entscheidest Du pro oder contra Veröffentlichung? Was hebt den adakia-Verlag von anderen Verlagen ab?

Bei uns geht es natürlich primär ums Aussehen. Nicht wenige Autorenfotos legen den Verdacht nahe, dass der einzige Broterwerb des Abgelichteten die Möglichkeit ist, in einer dunklen Kammer Seiten voller literarischer Schätze abzusondern und ansonsten das Tageslicht zu meiden. Aus purer Rücksicht vor dem Leser. Weiterlesen