Benjamin Schmidt | Schon immer ein Krüppel

„Schon immer ein Krüppel“? – Der Berliner Autor Benjamin Schmidt veröffentlicht seinen zweiten Roman

benjamin-schmidt-titel-667x1024-01-667x1024Würdest du von dir behaupten, ein Krüppel zu sein? Würdest du über dies sagen, dass du schon immer ein Krüppel warst? Ich habe mir diese Frage gestellt, nachdem ich Benjamin Schmidts Buch „Schon immer ein Krüppel“ vor seiner Veröffentlichung in Ansätzen lesen durfte.

Ich kam nicht umhin, zunächst zu fragen: was ist überhaupt ein „Krüppel“?

Das Wort leitet sich vom mittelniederdeutschen Wort Kröpel ab und bezeichnete ursprünglich einen Menschen der in seiner physiologischen Bewegungsfreiheit dauerhaft eingeschränkt ist. Bis zum Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts war dieses Wort mitnichten so negativ behaftet, wie es das heute ist, war es doch nichts anderes als die Nennung eines körperlichen Merkmals. Zugegeben mit Sonderstellung, aber nichtsdestoweniger schlicht ein wertfreier Begriff.

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Der Schwarze Salon | Ein Netzwerk im Dunkel der Kunst

logoEs war irgendwann in einem doch schon recht kalten Monat vor zwei Jahren, als mich mein geschätzter Kollege Benjamin Schmidt aus Berlin, mit dem ich das SDL-Leseprogramm unterhalte, fragte, ob ich nicht Lust hätte, eine Lesung in München fotografisch zu begleiten. Nun ist es ja nicht immer spannend, eine Lesung also solche zu fotografieren. Du hältst das Auge an den Sucher, wartest auf drei, vier „richtige Momente“ verstärkst den Druck des Daumens auf den Auslöser und fertig ist die Foto-Serie… Die Texte von Schmidt kannte ich bereits, es wäre also NUR ein Freundschaftsdienst gewesen.
Das große Aber dieser Einleitung ist, dass es sich einerseits nicht um eine gewöhnliche Lesung handelte und andererseits aus dem Ganzen etwas hervorging, das vielleicht etwas Großes wird.

Ich sagte zu, denn kostenlos nach München zu fahren bekommt man nicht alle Tage geboten. Auch nicht, Bilder einer Lesung in einem Swinger-Club zu machen. Und schon gar nicht, einen der Stars der schwarzen Szene zu treffen, der mit seiner Band Umbra et Image Gothic-Rock Geschichte geschrieben, und die SM Szene maßgeblich musikalisch aus ihren Kellern geholt hat.

Kurzum: Eine erotisch, lyrische Lesung mit Mozart und Benjamin Schmidt in einem Swinger-Club bei München, mit anschließender Übernachtung im Hotel, alles bezahlt, alles für ein paar Bilder, alles kein Probelm. Natürlich sagte ich zu!

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Ralf Schlegel | Zwischen Stille und Kraft

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Ralf Schlegel, 1971 geborener Thüringer Künstler und Mensch der leisen Töne, fiel uns nicht zuletzt zur Vernissage seiner Ausstellung in einem Jenaer Hotel auf. Seine Werke werden von einer Kraft und Ausstrahlung getragen, die sich eher noch emotional als wörtlich begreifen lässt.
Die Gespräche mit Ralf Schlegel sind leicht und voller Empathie. Ein Mensch mit Neigung zu breitgefächerten Interessen und einer Tiefe, die das Kennenlernen leicht macht.

Lieber Ralf, wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Ja, wie soll ich antworten? Ich nehme mich sehr unterschiedlich wahr. Phasen, in denen ich meine eigenen Ziele verfolge, bin ich glücklich und fühle mich dementsprechend ausgeglichen, ausgeruht und voller Energie. Mich intensiv selbst zu spüren, ist überhaupt die wichtigste Errungenschaft in der letzten Zeit. Dies verleiht mir Sicherheit und innere Stärke. So fühle ich mich offen, mutig, richtig und ich mag mich vor allem selbst. Alles andere kommt von alleine!

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„Outscapes“ – Magazin für alternative Kultur erscheint mit erstem Heft

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Mit vorliegender Ankündigung geht erstmals unser Magazin für alternative Kultur „Outscapes“ frisch aus der Druckerei an den Start, welches sich zum Ziel setzt, das Herzblut von Kreativen, Unabhängigen und Feinschmeckern (von Wort, Bild, Klängen, Aromen) abseits der Masse widerzuspiegeln. Besondere Orte, kreative Netzwerke, Autoren, Musiker, Künstler, Buchvorstellungen, Interviews, kleine, individuelle Händler und (Kunst)Handwerker, Feinkostspezialisten, Querdenker – eben Feinstoffe auf verschiedenen Genussebenen…

Dank gemeinsamer Visionen, aufgeschlossenen Kreativköpfen, jahrelanger Erfahrungen mit Kunst, Literatur und / oder Subkultur, vieler fruchtbarer Brainstormings, einem umfassenden Netzwerk hinter den Beteiligten und der vertrauensvollen Unterstützung und Zusammenarbeit insbesondere durch und mit Thomas Stich und M. Kruppe entstand ein Redaktionsteam, dass mit dem Autoren und Literaturveranstalter M. Kruppe aus Pößneck, dem Grafiker der Raniser Band „VerfolgungswahnDenny Müller, der Schauspielerin der Leipziger Off-Theatergruppe „Schillers Erben“ Isabel Bendt und dem Bochumer Clubgründer, Autor und DJ Klaus Märkert als vielfältiges Team aus kreativ langjährig erfahrenen Quereinsteigern bezeichnet werden kann.

„Outscapes“ ist die Vision, eine Lücke zu füllen und alternative Kreativkultur sichtbar zu machen. Natürlich wissen wir nicht, ob diese Idee funktioniert, aber wir haben Lust darauf, unser Herzblut dafür hinzugeben.

Inhalt:

  • [ Coverfoto ] Katrin Hetzel
  • [ Kultur ] Der Schwarze Salon – Ein Netzwerk im Dunkel der Kunst // Vorstellungen eines kreativen Netzwerks der schwarzen Szene
  • [ Literatur ] M. Kruppe – Stillstand ist inakzeptabel // Autorenprofil im Interview
  • [ Kolumne ] Klaus Märkert – „Pokémon Go vs. Schatten voraus“
  • [ Kunst ] Ralf Schlegel – Zwischen Stille und Kraft // Künstlerprofil im Interview
  • [ Literatur ] Benjamin Schmidt – „Schon immer ein Krüppel“ // Buchrezension
  • [ Literatur ] Ralf Bruggmann – „Fäden“ // Prosa
  • [ Symbiose ] M. Kruppe | Katrin Hetzel – „Ich“ / „Stimmen“ // Lyrik und Fotografie

Umfang:

„Outscapes“ erscheint in der ersten Ausgabe zunächst 16seitig (in der zweiten mit bereits 24 Seiten) mit einer geplanten vierteljährlichen Erscheinungsweise im handlichen A5-Format.

Bestellung:

„Outscapes“ kann im Shop von Outbird.net bestellt werden. Es kostet im Einzelverkauf 2,50€ (zzgl. Versandkosten, ab 5 Heften je 2,50€), im Jahresabonnement 10€ inkl. Versand (bei EU-Versand Porto lt. Liste der Deutschen Post) und im Förderabonnement 30€ inkl. Versand und zzgl. 10€ Gutschein für Outbird.net.

Danksagung:

Unser herzlicher Dank geht neben den Obengenannten nicht zuletzt auch an zwei Medienerfahrene früherer Printmagazine, Jiota Kallianteris vom „Charismata – Magazin“ und Sabine Lewandowski vom „Papa-Ya – Magazin“, unsere ersten beiden Anzeigenkunden, den Geraer „Adakia Verlag“ und den Krimi- und Thrillerautoren David Gray aus Leipzig, sowie Dagmar Rabis von der Pößnecker Firma „FR|M Werbung„, die in sehr guter Zusammenarbeit ein sehr günstiges Druckangebot realisierte und wichtige Erfahrungswerte beisteuert(e).

Wir bedanken uns im Voraus ganz herzlich für das Interesse unserer Leserschaft, freuen uns über Resonanz, neue Ideen und Menschen, die unser Magazin bestellen oder als Gewerbetreibende zum Verkauf anbieten möchten. Vielen Dank!